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Freitag, 23. Januar 2009

The Obameter

The Obameter

PolitFact hat jetzt auf ihrer Homepage das Obameter veröffentlicht. Darin wurden alle Versprechen, die Obame während seines Wahlkampfes gegeben hat, aufgelistet und als erfüllt, Kompromiss oder nicht erfüllt gewertet.



Unter all den Kontroversen darunter gibt es zwei Hauptargumente.

1. Alle Wahlversprechen werden mit gleicher Wichtigkeit gerechnet. Natürlich gibt es da gravierende Unterschiede, die nicht unter den Tisch gekehrt werden dürfen - als ein Wahlversprechen wird beispielsweise aufgeführt, daß er seinen Töchtern einen Hund versprochen hat, sobald der Umzug ins Weiße Haus fertig ist. Allerdings wäre die Gewichtung von Wahlversprechen seitens der St. Petersburg Times, wie es unter anderem gefordert wird, sicher alles andere als einfach beziehungsweise objektiv. Ähnliches gilt natürlich auch für die Zuteilung zu den drei Kriterien.
Ich finde, hier geht es um die Idee das Obamameters. Und, ich weiß, ich bin da zu idealistisch, aber sollte nicht jedes Versprechen auch als solches gewertet werden, egal, wie einschneidend oder unwichtig es für Amerikas Entwicklung ist?

2. Warum gb es beim Bushometer oder Clintonometer? Sondern erst bei unserem ersten schwarze Präsidenten? Dieses Argument zielt natürlich auf Rassismusvorwürfe auf PolitFact ab. Aber: darf ich jetzt keine neue Art der Kritik, der Reflektion wählen, nur weil Obama ein Schwarzer ist? Ein Präsident, der wie kein anderer neue Medien und neue Stragien in seinem Wahlkampf angewendet hat? Warum darf dann eine Zeitung keine neue Art der Beurteilung wählen. Das bedeutet ja nicht, daß es in Zukunft nicht auch für andere Präsidenten das Whlversprechen-O-Meter geben wird.

Ich finde es eine gute Idee, die auch in Deutschland sicher das Interesse Vieler haben könnte. Sicher darf man das nicht zu ernst nehmen, aber es gibt meiner Meinung nach einen guten Eindruck davon, was Wahlkampf und was Regieren bedeutet. Und was gerade aktuell vorgeht.

Ich hätte gern ein Merkel-O-Meter und vor allem ein Hessische-Landesregierung-Wer-Da-Auch-Immer-Regieren-Mag-O-Meter!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Die Todesuhr


Zwischen originell und geschmacklos

Mit einer gigantischen elektronischen Anzeigetafel an der Fassade der Hiscox-Versicherung in London zählt Kunstprovokateur Santiago Sierra seit Neujahr die weltweiten Toten des Jahres 2009.
Das Leuchtdiodenzählwerk soll bis zum nächsten Silvester die jeweilige Zahl der Gestorbenen anzeigen und wird am Ende des Jahres etwa eine Zahl von 55 Millionen erreichen.Der spanische Künstler lieh der Versicherung sein Werk "Todeszähler" und bekam im Gegenzug dafür eine Versicherungspolizze über 150.000 Euro.

Die Summe wird fällig, wenn Sierra während der einjährigen Aktion sterben sollte. Ein Sprecher der Versicherung lobte Sierras Werk als einen originellen Blick auf die Themen Geld und Tod.

Kritiker empfinden das Werk hingegen als geschmacklos.

Hier ist die offizielle Homepage des Künstlers. Da läuft die Uhr auch live mit.

Und ich muß sagen, wenn weltweite Hilfsorganisationen wie Unicef und viele andere damit Werbung machen, wie viele Kinder pro Sekunde an Malaria / Aids / Typhus / Hunger / ... sterben, ohne daß es als geschmacklos gilt, dann darf es dieser Künstler auch. Spätestens seit Gunther von Hagen darf man, fürchte ich, in der Beziehung alles.

Jener ist übrigens mit seiner neuen Ausstellung gerade in Heidelberg. Möchte jemand mit hingehen?



Montag, 12. Januar 2009

Der Vatikankalender

Calendario Romano 2009

Man mag es kaum glauben, aber: der Vatikan hat tatsächlich - dieses Jahr zum wiederholten Male - einen Männerkalender herausgebraucht. 12 wundervolle Bilder der hübschesten Priester und Seminaristen, die der Vatikan zu bieten hat. Zum Beispiel diesen hier:



Leider unterstehen diese Jungs alle dem Zölibat.

Was soll ich dazu sagen: das ist nicht fair!!

Hier ist die Originalhomepage.